Ensemble Mondrian


MONDRIAN ENSEMBLE

Zwischen dem Neue-Musik-Betrieb mit seinem Uraufführungshype und dem etablierten Klassikbetrieb, der sich vornehmlich der Musik zwischen Bach und Strawinsky annimmt, tut sich eine Repertoirelücke auf, die täglich wächst.
Dieser Lücke nimmt sich das Mondrian Ensemble seit nunmehr elf Jahren an, und darüberhinaus versucht es Fäden zu spinnen, die sich ohne Rücksicht auf gewachsene Gräben durch die Geschichte ziehen. Die Auseinandersetzung mit neuer und neuester Musik ist dem Mondrian Ensemble folglich ein ebenso wichtiges Anliegen wie die Beschäftigung mit dem klassisch-romantischen Repertoire. Besonders gerne experimentiert das Ensemble mit erst auf den zweiten Blick einleuchtenden Querverbindungen – etwa von Liszts Spätwerk zur drone improvisation oder von der Zeitgestaltung Franz Schuberts zu derjenigen Morton Feldmans.

Das Mondrian Ensemble gewann kurz nach seiner Gründung 2000 den «Concours Nicati – Concours d’interpretation de musique contemporaine», es folgten Debüts in der Tonhalle Zürich (2003), am Lucerne Festival (2005), im Musikverein Wien (2006) und in der Londoner Wigmore Hall (2007) sowie viele Auftritte an Festivals, Tourneen etc. Zahlreiche Komponisten haben Werke für das Mondrian Ensemble komponiert, die das Ensemble über die Uraufführung hinaus nachhaltig pflegen möchte –
darunter Dieter Ammann (dessen Streichtrio «Gehörte Form – Hommages» das Mondrian Ensemble bereits mehr als 40-mal aufgeführt hat), Rudolf Kelterborn, Roland Moser, Felix Profos, Michel Roth und Martin Jaggi, der Cellist des Ensembles. 2012 stehen Uraufführungen von Jürg Frey und Wanja Aloe bevor.
2004 erschien bei Grammont Portrait ein Portrait-CD des Mondrian Ensembles, 2010 hat das Mondrian Ensemble Einspielungen zum Grammont Portrait Dieter Ammanns beigesteuert, 2007 zu demjenigen von Felix Profos. 2012 spielen die Mondrians für WERGO eine Werke von Detlev Müller-Siemens ein, 2013 folgt eine CD mit Musik von Michel Roth, Rudolf Kelterborn und Roland Moser.

Das Mondrian Ensemble hat 2011 das Werkjahr der Stadt Zürich erhalten.
 

Instruments
alto
piano
violon
violoncelle